Du kennst das sicher: Du freust Dich auf Deinen Friseurtermin, aber am Ende sitzt Du vor dem Spiegel und denkst „Das habe ich mir irgendwie anders vorgestellt.” Oft liegt das gar nicht am Können des Friseurs, sondern an kleinen Fehlern, die uns als Kunde passieren – ohne dass wir es überhaupt merken. In meinem Salon Haarliebe in Alt Ruppin erlebe ich das immer wieder, und deshalb möchte ich heute ganz offen mit Dir darüber sprechen, was Du beim Friseurbesuch lieber vermeiden solltest.
Die Liebe zum Haar fängt bei der Beratung an – und genau hier beginnt auch die Geschichte eines gelungenen Friseurbesuchs. Nach über 15 Jahren Berufserfahrung weiß ich: Wenn die Kommunikation von Anfang an stimmt und beide Seiten wissen, worauf es ankommt, wird jeder Termin zu einem Erfolgserlebnis. Lass uns gemeinsam durch die häufigsten Stolperfallen gehen, damit Dein nächster Besuch bei uns in Neuruppin – oder bei jedem anderen Friseur – zum vollen Erfolg wird.
Die Bedeutung offener Kommunikation beim Friseurbesuch
Bevor wir zu den konkreten „Don’ts” kommen, lass mich eines klarstellen: Ein guter Friseurbesuch ist immer ein Dialog auf Augenhöhe. Du bist die Expertin für Dein Haar und Deinen Alltag, ich bin die Expertin für Schnitt, Farbe und Pflege. Nur wenn wir beide ehrlich und offen miteinander sprechen, entsteht am Ende genau das Ergebnis, das Du Dir wünschst.
In meinem Salon nehme ich mir bewusst viel Zeit für die Beratung. Das ist keine verschwendete Zeit, sondern die wichtigste Investition in Dein Wohlbefinden. Denn wenn wir nicht dasselbe „Kundisch” sprechen – wie es eine Fachkollegin so treffend formuliert hat – entstehen Missverständnisse, die später nur schwer zu korrigieren sind.
Fehler 1: Vage oder gar keine Vorstellungen kommunizieren
„Mach einfach mal was Schönes” – der Albtraum jedes Friseurs
Einer der häufigsten Fehler, den ich erlebe, ist wenn Kundinnen mit null konkreten Vorstellungen zu mir kommen. „Überrasch mich einfach” oder „Mach mal, Du bist die Expertin” klingen zwar vertrauensvoll, führen aber oft zu Enttäuschungen. Warum? Weil „schön” für jeden Menschen etwas völlig anderes bedeutet.
Was ich stattdessen brauche, sind konkrete Anhaltspunkte:
- Wie viel Zeit hast Du morgens zum Stylen?
- Magst Du es pflegeleicht oder liebst Du aufwändiges Styling?
- Gibt es Frisuren, die Du absolut nicht magst?
- Wie viel Länge möchtest Du maximal verlieren?
Auch wenn Du Dir unsicher bist: Bring gerne Bilder mit! Dabei müssen es nicht einmal perfekt passende Vorlagen sein. Oft hilft es mir schon, wenn Du sagst: „Den Pony finde ich zu kurz, aber die Länge hinten gefällt mir.” So taste ich mich Schritt für Schritt an Deine Traumfrisur heran.
Fehler 2: Mit ungewaschenen oder extrem verschmutzten Haaren erscheinen
In Österreich hat kürzlich ein Friseursalon für Schlagzeilen gesorgt, weil die Inhaberin eine Waschpflicht eingeführt hat. Der Grund: Kundinnen kamen teilweise mit zwei Wochen ungewaschenen, stark verschmutzten Haaren zum Termin. Das ist nicht nur für den Friseur unangenehm, sondern auch ein Hygienethema.
Jetzt gibt es natürlich Nuancen zu beachten:
Vor dem Färben oder Blondieren: Hier ist es tatsächlich besser, wenn die Haare 1-2 Tage nicht gewaschen wurden. Die natürliche Talgschicht auf der Kopfhaut schützt vor Reizungen durch die Chemikalien. Aber – und das ist wichtig – das heißt nicht, dass die Haare schmutzig sein sollen. Ein leichter Fettfilm ist ideal, aber bitte keine verklebten, nach Schweiß riechenden Haare.
Vor dem Schneiden: Hier gilt: Idealerweise am Vortag waschen, damit die Haare ihre natürliche Textur zeigen. Ich muss sehen können, wie Dein Haar von Natur aus fällt und welche Bewegung es hat. Frisch gewaschene Haare können anders fallen als am zweiten Tag, und das möchte ich bei meinem Schnitt berücksichtigen.
Der goldene Mittelweg: Deine Haare sollten sauber und gepflegt sein, aber nicht mit tonnenweise Haarspray oder Trockenshampoo verklebt. Bei uns im Salon waschen wir die Haare ohnehin vor jedem Schnitt – aber als Zeichen des Respekts solltest Du nicht direkt vom Sport oder mit tagelang ungewaschenen Haaren kommen.
Fehler 3: Die Wahrheit über Deine Haargeschichte verschweigen
„Hast Du Deine Haare selbst gefärbt?” – „Nein, nein, nie!” Eine Stunde später beim Färben zeigt sich dann: Doch, mehrfach mit Drogeriemarkt-Farbe. Und plötzlich wird die Farbe fleckig oder nimmt überhaupt nicht an.
Bitte versteh mich nicht falsch: Ich verurteile niemanden, der zuhause selbst Hand anlegt. Aber ich MUSS wissen, was in Deinem Haar ist, um professionell arbeiten zu können. Henna, Metallsalze, Boxenfarben – all das reagiert anders als professionelle Produkte und kann zu unerwünschten Ergebnissen führen.
Das Gleiche gilt für:
- Frühere Dauerwellen oder Glättungen
- Medikamente, die Du nimmst (manche beeinflussen die Haarstruktur)
- Hitzeschäden durch übermäßiges Styling
- Allergien oder Hautprobleme
Je mehr ich über Dein Haar weiß, desto besser kann ich Dich beraten. Es gibt keine Tabus bei uns – nur ehrliche Gespräche, die zu den besten Ergebnissen führen.
Fehler 4: Während der Behandlung ständig am Handy hängen
Ich verstehe es total: Du hast viel um die Ohren, und die zwei Stunden beim Friseur könnten perfekt genutzt werden, um E-Mails zu checken oder WhatsApp-Nachrichten zu beantworten. Aber mal ehrlich – wann gönnst Du Dir sonst mal eine echte Pause?
Das größere Problem ist aber: Wenn Du ständig den Kopf bewegst, um aufs Handy zu schauen, kann ich nicht präzise arbeiten. Gerade beim Pony oder bei Konturen macht ein Millimeter den Unterschied. Und wenn Du dann unzufrieden mit dem Ergebnis bist, liegt es vielleicht daran, dass ich nicht die nötige Ruhe zum Arbeiten hatte.
Die Ausnahme von der Regel: Musik hören oder entspannt durch Zeitschriften blättern ist natürlich völlig in Ordnung – solange Du Deinen Kopf nicht ständig bewegst. Und wenn Du wirklich dringend ein Telefonat führen musst, sag einfach kurz Bescheid, dann machen wir eine kurze Pause.
Manche Salons haben mittlerweile sogar Handyverbote eingeführt, um einen Entspannungsraum zu schaffen. Bei uns im Salon Haarliebe setze ich darauf, dass wir gemeinsam einen entspannten Mittelweg finden. Aber die Grundregel bleibt: Weniger Handy = besseres Ergebnis.
Fehler 5: Termine kurzfristig absagen oder einfach nicht erscheinen
Hier in Neuruppin haben wir eine tolle, entspannte Community. Die meisten meiner Kundinnen sind seit Jahren bei mir, und wir kennen uns gut. Aber gerade deshalb ist es mir wichtig, dieses Thema anzusprechen: No-Shows, also Kunden, die einfach nicht zum Termin erscheinen, sind ein ernstes Problem für kleine Salons wie meinen.
Warum ist das so schlimm?
Wenn Du einen zweistündigen Termin gebucht hast und nicht erscheinst, bedeutet das:
- Ich habe keine Einnahmen für diese zwei Stunden
- Eine andere Kundin hätte diesen Slot haben können
- Ich habe Material vorbereitet und Zeit für die Beratung eingeplant
Natürlich kann immer etwas dazwischenkommen – ein krankes Kind, ein Unfall, ein unvorhergesehener Notfall. Das verstehe ich vollkommen! Aber in den allermeisten Fällen wüsste man 24 Stunden vorher, dass man den Termin nicht wahrnehmen kann.
So geht’s richtig:
- Sag mindestens 24 Stunden vorher ab
- Ruf an oder schreib eine Nachricht, auch wenn es Dir unangenehm ist
- Wenn Du öfter Termine absagen musst, können wir gemeinsam nach Lösungen suchen (z.B. flexible Terminslots)
Die goldenen Regeln für den perfekten Friseurbesuch
Jetzt hast Du eine ganze Liste gehört, was Du alles NICHT machen solltest. Aber was ist denn nun der perfekte Ablauf? Lass mich Dir zeigen, wie ein idealer Besuch bei uns im Salon Haarliebe aussieht:
Vor dem Termin
Vorbereitung ist die halbe Miete:
- Sammle Inspirationsbilder, aber sei bereit für ehrliches Feedback, ob das mit Deiner Haarstruktur umsetzbar ist
- Überlege Dir, wie viel Zeit Du fürs tägliche Styling hast – das beeinflusst stark, welche Frisur zu Dir passt
- Wasche Deine Haare am Vortag, sodass sie ihre natürliche Textur zeigen
- Vermeide starkes Styling am Termintag – ich muss sehen, wie Dein Haar natürlich fällt
- Plane genug Zeit ein – Stress überträgt sich, und wir können nicht entspannt arbeiten
Während des Termins
So wird’s ein Erfolg:
- Sei ehrlich über Deine Haargeschichte, Deine Erwartungen und Deine Zweifel
- Stelle Fragen, wenn Du etwas nicht verstehst – es gibt keine dummen Fragen
- Gib Feedback während der Behandlung, nicht erst am Ende
- Vertraue der Expertise, aber bleib im Dialog
- Nimm Dir die Auszeit – gönn Dir diese zwei Stunden Entspannung
Nach dem Termin
Damit das Ergebnis lange hält:
- Frag nach Pflege-Empfehlungen für Deinen spezifischen Haartyp
- Lass Dir Styling-Tipps zeigen – ich zeige Dir gerne, wie Du den Look zuhause nachstylen kannst
- Plane Deinen nächsten Termin direkt – so vergisst Du es nicht
- Gib ehrliches Feedback, auch wenn etwas nicht ganz passt – nur so kann ich besser werden
Die Neuruppin-Perspektive: Lokale Besonderheiten
Hier bei uns in Alt Ruppin, einem Ortsteil von Neuruppin in Brandenburg, haben wir eine ganz besondere Salonkultur. Wir sind keine anonyme Großstadt-Kette, sondern ein kleiner, familiärer Salon, wo sich Stammkundinnen seit Jahren kennen und schätzen.
Was uns ausmacht:
Persönliche Atmosphäre: Du bist bei uns kein Kunde mit Nummer, sondern ein Mensch mit individuellen Bedürfnissen
Zeit für Beratung: Wir hetzen nicht von Termin zu Termin, sondern nehmen uns bewusst Zeit
Ehrliche Kommunikation: Lieber sage ich Dir, wenn etwas nicht machbar ist, als Dir ein unrealistisches Ergebnis zu versprechen
Langfristige Beziehungen: Viele meiner Kundinnen kommen seit Jahren, und ich kenne ihre Haargeschichte in- und auswendig
Diese persönliche Note bedeutet aber auch, dass wir aufeinander angewiesen sind. Wenn jeder Rücksicht nimmt und die Grundregeln beachtet, profitieren alle davon.
Wie Du mit Unzufriedenheit umgehen solltest
Manchmal läuft es trotz bester Vorbereitung nicht wie gewünscht. Vielleicht gefällt Dir die Farbe nicht, oder der Schnitt ist anders als erwartet. Was dann?
Bitte nicht:
- Wütend nach Hause gehen und nichts sagen
- Eine schlechte Bewertung schreiben, ohne vorher das Gespräch zu suchen
- Woanders hingehen, um es „reparieren” zu lassen
Sondern:
- Sprich es direkt an, am besten noch im Salon oder spätestens am nächsten Tag
- Erkläre konkret, was Dir nicht gefällt – „zu kurz”, „zu hell”, „zu wild”
- Gib mir die Chance zur Nachbesserung – in den allermeisten Fällen finden wir eine Lösung
Ich stehe zu meiner Arbeit, und wenn etwas nicht passt, möchte ich es richtigstellen. Aber ich kann nur helfen, wenn ich davon erfahre!
Fazit: Respekt, Ehrlichkeit und Kommunikation als Erfolgsrezept
Wenn ich die wichtigsten Punkte zusammenfassen müsste, wären es diese:
Die drei Säulen eines perfekten Friseurbesuchs sind:
1. Respektvoller Umgang – mit der Zeit des Friseurs, mit dem Salon und mit anderen Kunden
2. Ehrliche Kommunikation – über Erwartungen, Haargeschichte und Bedenken
3. Realistische Vorstellungen – was ist mit Deinem Haar, Deinem Budget und Deiner Zeit machbar?
Wenn wir diese drei Grundsätze beherzigen, wird jeder Termin zum Erfolg. Du gehst mit einem Lächeln und neuer Frisur nach Hause, und ich freue mich auf Deinen nächsten Besuch.
Bei uns im Salon Haarliebe in Alt Ruppin steht genau diese Philosophie im Mittelpunkt: Die Liebe zum Haar fängt bei der Beratung an. Nicht bei irgendwelchen Billigprodukten oder Dumpingpreisen, sondern beim ehrlichen, respektvollen Miteinander.

